[Spielbericht] Fujikawa-Mission | Heimwärts

Rollenspiel

Mykah, Anatolij und Nieva gehen wieder an Bord der Helios. „Mensch“ begleitet sie. Die Nakalim stocken die Vorräte der Helios auf, was auch Treibstoff umfasst. Eine Sorge weniger.

Dr. Shaw-Fujikawa / Helios bietet Anatolij an, ihm grundlegendes Wissen zum Gravitationsantrieb zu vermitteln auf der Rückreise. Dieser ist ganz erpicht darauf und lernt bereitwillig alles, was der geniale Wissenschaftler ihm beibringen kann.

Nieva macht sich an die Berechnung eines Rückreisekurses. Sie nimmt sich dafür Zeit und findet einen Kurs, der das Schiff bei einer Beschleunigung von 0.75 G innerhalb von 14 Monaten zurück zur Erde bringen würde. Ohne Driftflug.

Mykah prüft den gesundheitlichen Zustand des Commanders. Er liegt im Koma, ist aber insgesamt stabil. Den Rückflug müsste er schaffen.

Mission Control bestätigt dem errechneten Kurs und die Helios bricht auf, zurück zur Erde. Mykah untersucht „Mensch“, um medizinische Daten zu erfassen. Diese ist biologisch menschlich, bis auf spezifische Besonderheiten. Ihr Gehirn ist dreilappig, um die Sprache der Nakalim zu verstehen.

Die Reise verläuft insgesamt unspektakulär und ohne Zwischenstopps.

Dagegen sieht die Situation auf der Erde deutlich dramatischer aus, was teils aus den Nachrichten von Mission Control hervorgeht. Da die Geheimhaltung der Bedrohung durch den Planetoiden an Grenzen kommt, lassen die Vereinten Nationen erste Informationen darüber durchsickern. Dann wird der Plan zur Evakuierung eines Teils der Menschheit offiziell bekannt gegeben.

Es kommt zu ersten Unruhen und Chaos. Während des Anflugs der Helios nehmen die Spannungen auf der Erde zu, während das Kolonieschiff Santiago fertiggestellt wird. Es kommt zu Anschlägen auf die Startrampen durch Terrorist:innen und religiöse Fundamentalist:innen. Die Familien der Charaktere wurden auf den Mond transferiert, wo sie hoffentlich sicher sein sollten. Der Fusionskern des Kolonieschiffes erreicht Betriebsreife, und das zeitaufwändige Boarding des Schiffes kann beginnen.

Nach 14 Monaten erreicht die Helios wie geplant den Mondorbit.

Die Stimmung beim Empfang ist gedrückt. Der Mond hat 7-8% Chance, den Einschlag des Planetoiden auf der Erde zu überstehen – aber da die Mondkolonie nicht vollständig selbstversorgend ist, ist ein dauerhaftes Überleben dort selbst im besten Fall unwahrscheinlich. Die Crew auf der Mondbasis ist besorgt über die aktuellen Ereignisse. In Brasilien gab es einen Militärputsch, und die dort zum Start vorgesehenen Kolonist:innen, die auf den Mond gebracht werden sollten, werden aufgehalten. Die Regierung verlangt Sonderplätze auf dem Kolonieschiff.  

Miroslawa Wolkow, Anatolijs Ehefrau. Begnadete Physikerin.

Die Charaktere sehen ihre Familien wieder. Sie waren insgesamt 30 Monate weg. Die Mission war also deutlich kürzer als gedacht. Dennoch ist auch hier die Stimmung wegen der drohenden Gefahr für die Menschheit durchwachsen – auch wenn die Freude des Wiedersehens knapp überwiegt. Anatolijs Frau Miroslawa Wolkow ist in einer Forschungsgruppe mit Dr. Shaw-Fujikawa (der Ehefrau von Jin Shaw-Fujikawa / Helios). Diese ist recht schroff, und ebenso genial wie ihr Ehemann.

Miroslawa nutzt die Gelegenheit, um die Gruppe mit alten Geschichten aus der gemeinsamen Studienzeit mit Anatolij zu unterhalten. Mykh und Nieva hätten diesen niemals für einen wilden Partygänger gehalten. „Und denk dran wie du damals versucht hast, den Kreml zu besteigen!“ – „Ja Schatz, aber ich war schon sehr betrunken, eigentlich…“ Anatolij wird sichtlich rot bei der Geschichte.

Nievas Ziehtochter hat eine große technische Begabung und wird als Ingenieurin ausgebildet. Und sie hat einen Freund – er gehört zu einem der Flugteams. Die Nachricht über die Zerstörung der Erde hat sie schwer getroffen. Mykah freut sich über das Wiedersehen mit ihrer Partnerin, die aktuell bei der Sichtung der Literatur die gerettet werden soll hilft. „Mensch“ wird vom medizinischen Personal der Station zur Untersuchung abgeholt.

Die Stimmung ist insgesamt sehr gedrückt auf der Station. Auf der Mondkolonie sind viele Streitkräfte der Kolonialbehörde, um für Sicherheit zu sorgen. Sie werden ebenfalls auf dem Kolonieschiff mitkommen.

Die Lage unten auf der Erde eskaliert Stück für Stück weiter. Brasilianische Soldat:innen besetzen die dortige Startrampe. In Südchina wird der dortige große Weltraumbahnhof gestürmt und gesprengt. Dabei wurden zwei Shuttles mit 500 Kolonist:innen an Bord zerstört.

Nieva, Mykah und Anatolij treffen sich zum gemeinsamen Training. Sie haben in den letzten Wochen wenig Zeit miteinander verbracht, was nach der gemeinsamen Mission sehr merkwürdig ist. Sie trainieren in einer simulierten Umgebung mit Projektilwaffen. Ansonsten ist der Alltag gefüllt mit Forschungsarbeit, technischen Unterweisungen, Unterricht und Informationen zu neuen Verfahrensweisen. So kann Mykah neue medizinische Naniten erproben und Prototypen von Laserskalpellen. Außerdem biologisch oder technologische leistungssteigernde Implantate.

Nieva wird am Simulator mit der Flugsteuerung des Kolonieschiffs vertraut gemacht und kann mit einer neuralen Schnittstelle mit den Systemen verbunden werden. Die Gruppe soll als eins der Flugteams dienen.

Die Helios wird umgerüstet und soll mitkommen. Die Schiffs-KI Helios / Dr. Shaw-Fujikawa wird auf das Kolonieschiff Santiago transferiert. Auf der Helios werden drei andere KIs installiert, und das Schiff wird umgerüstet auf komplett automatisierten Betrieb. Sie erhält viele Konstruktions- und Erkundungsdrohnen. Die Helios soll am Kolonieschiff angedockt reisen, und kurz vor Eintritt ins Deneb-System Drohnen und Sonden zu dem bewohnbaren Mond schicken, um eine erste Kolonie-Infrastruktur zu errichten, während das Kolonieschiff langsam folgt.

Die Situation auf der Erde kocht weiter hoch. Russland und die USA drohen Brasilien und verlangen eine Freigabe der Startrampe, was die brasilianische Militärdiktatur verweigert. Die USA feuern daraufhin auf Rio de Janeiro eine Atombombe.Die Startrampe wird daraufhin freigegeben. Aufgrund des Atomschlags gibt es ein Amtsenthebungsverfahren gegen den US-Präsidenten und eine neue Regierung wird geformt. In Russland werden anstehende Wahlen abgesagt. In Deutschland wird ebenfalls die nächste Bundestagswahl abgesagt.

Eine Militärregierung übernimmt in Frankreich das Kommando. Auf dem afrikanischen Kontinent flammen alte Konflikte auf und es gibt diverse Kriege. Der Konflikt im Nahen Osten wird wieder schärfer, aber die Regierungen von Israel und Iran halten nach wie vor fest zusammen. In Indien gibt es starke, religiöse Bewegungen, auch mit Weltuntergangsfokus. Staatliche Strukturen auf der Erde erodieren.

Es sind noch 200 000 der geplanten Kolonisten auf der Erde, die anderen wurden bereits evakuiert und zum Schiff gebracht. In 2-3 Monaten soll die Santiago startbereit sein. Auf der Marskolonie geht der Ausbau der Infrastruktur weiter, in der Hoffnung, dass auch die dortige Kolonie den Untergang der Erde überdauern kann. Im Asteroidengürtel wird zudem geplant, auf Ceres eine kleine Kolonie aufzubauen – tief geschützt in den Höhlensystemen.

Die Gruppe erkundigt sich nach „Mensch“, aber aufgrund der Sicherheitsbestimmungen dürfen sie nicht mit ihr in Kontakt treten. Sie können daher nicht verifizieren, ob sie noch lebt.

Dafür gibt es eine Nachricht auf der Krankenstation, der  Commander ist aufgewacht und möchte mit der Gruppe sprechen. Er ist auf dem Weg der Besserung und einem der anderen Flugteams zugeteilt. Die Boarding-Zeit für die Charaktere rückt näher. In einem Monat soll die Santiago starten.

UNSA Santiago

Die Schlafkammern sind in 200 Abteilungen zu je 5000 Leuten aufgeteilt. Das Crew- und Kommandodeck ist eine rotierende Ringeinheit. Es gibt an Bord keine künstliche Schwerkraft, daher die Ringsektion – nur dort gibt es Schwerkraft. Die vorderen und hinteren, schnabelartigen Sektionen sind Emitter für den Gravitationsantrieb, die Mikrosingularitäten erzeugen können. Diese Mikrosingularitäten sind dazu gedacht, den Gravitationsantrieb beim Ziehen des Schiffes zu unterstützen und gleichzeitig Mikrometeoriten etc. anzuziehen, so dass diese nicht das Schiff treffen sondern von den Mikrosingularitäten eingefangen werden.

Im vorderen Teil des Schiffes ist zudem ein Lagerbereich, in dem 10 000 000 befruchtete menschliche Eizellen sowie Genproben und Material der irdischen Flora und Fauna sind.

Die letzten Kolonist:innen werden in Kryptoschlaf gelegt.

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