[Spielbericht] Fujikawa-Mission | Erstkontakt

Rollenspiel, United Space Spielbericht

Anatolij versucht mehr über die Ringwelt zu erfahren und wertet die Sensormessungen aus – insgesamt viel Wasser (Süßwasser), ausgedehnte gemäßigte Zonen, einige Wüsten, Gebirge.  Es gibt Städte – eine der Kleineren entspricht der kombinierten Größe von Asien/Europa/Afrika. Messungen der dortigen Atmosphäre legen eine atembare Atmosphäre nah, wenn auch nicht optimal. Es scheint keine Umweltverschmutzung zu geben. Die Atmosphärenhöhe beträgt ca. 300 km. Es können Wetterphänomene beobachtet werden, viel ausgedehnter und stärker als auf der Erde.

Das Material der Schale ist unbekannt. Sie ist im Ringbereich ca. 300 km dick, im unteren Schalenbereich ca. 250 km – 300 km.  Das Schaleninnere weist gigantische, spiegelnde Oberflächen auf. Diese Spiegel sind alle auf einen bestimmten Punkt ausgerichtet, das gesamte Licht wird auf den Punkt reflektiert, wo der Jet aus der Sonne austritt. Den Grund kann Anatolij sich nicht erklären.

Als die Helios nah genug an der Dyson-Schale ist, sendet Mykah ein Signal, um die Spezies auf das Schiff aufmerksam zu machen. Nach einigen Tagen werden die Radiosignale dort unten immer schwächer. Nachdem dort auf der Ringwelt die Signale verstummt sind, wird die Helios für ca. 30 Minuten mit Mikrowellenstrahlung erfasst. Die Charaktere nehmen ein kurzes Video mit einer Grußbotschaft auf, das zur Ringwelt esendet wird. Auf der Ringwelt herrscht weiterhin vollkommene Funkstille. Die Crew wartet einige Tage.

Die Helios wird überraschend von einem hochkonzentrierten Tachyonen-Strahl getroffen, der massive Schäden an der Helios bewirkt. Gleichzeitig erhält das Schiff eine hochcodierte Videodatei. In dem Video ist ein Außerirdischer zu sehen. Das Wesen sieht humanoid aus, Kopf, zwei Arme (an den Händen jeweils 5 Finger), zwei Beine. Spindeldürr, keine Nase, keine Ohren, zwei große, erschütternd menschlich wirkende Augen. Der Mund ist voller nadelspitzer Zähne. Insgesamt weist das Wesen eine feucht glänzend wirkende Körperoberfläche auf. Zur Größeneinordnung fehlen Bezugspunkte. Der Außerirdische stößt einen Schwall klickend-schnalzender Laute aus und gestikuliert mit seinen langen Armen. Die Botschaft wird von einem unterschwelligen, schrillen Ton überlagert.

Mykah findet mittels des Schiffscomputers heraus, dass eine grammatische Struktur zugrunde liegt, es Wiederholungen gibt und dergleichen. Nieva kann die schrille Tonspur auslesen, es sind mehrere überlagernde Pfeiftöne auf verschiedenen Wellenlängen. Sie simuliert mittels des Computers die Pfeiftöne in verschiedenen Medien – in Wasser, Erdatmosphäre sowie der Atmosphäre der Ringwelt. Dort ergeben die Laute ein tiefes Brummen. Wenn die gesamte Botschaft, Brummen sowie Klicklaute, durch den Filter für die dortige Atmosphäre abgespielt wird, bemerkt man, dass Klicklaute und Brummen zueinander zu passen scheinen, also auch Teil des Ausdrucks sein könnten.

Die Charaktere versuchen, eine Botschaft bestehend aus mathematischen und physikalischen Formeln zu schicken, um deutlich zu machen, dass Tachyonenstrahlung sowohl Menschen als auch ihre Technologie schädigt. Zusätzlich übermitteln sie auch das Periodensystem und die Zusammensetzung der irdischen Atmosphäre, so dass die Wesen die Botschaften richtig abspielen können.

Nach einigen Tagen erhält die Helios eine weitere Botschaft, aber diesmal tatsächlich ohne Tachyonenblitz. Sie senden eine topographische Karte eines Kontinents ihrer Welt. Dort ist eine Markierung. Die Gruppe entscheidet, mit einem Shuttle dort runterzugehen – es wirkt wie eine Einladung.

Nieva fliegt das Shuttle. Der Anblick ist atemberaubend – eine wunderschöne Welt mit ausgedehnten Ozeanen und Landmassen. Die Koordinaten sind 2500 km außerhalb einer größeren Stadt, in einer naturbelassenen Wiesen-Region, wo ein großes, asphaltiertes Landefeld ist. Die Gravitation ist erdähnlich.

Mykah setzt als Erste einen Fuß auf diese Welt, die anderen folgen ihrem Beispiel. Sie befinden sich auf der Landefläche, in der Nähe gibt es viel pflanzlichen Bewuchs. Es ist sonst niemand zugegen. Das Gras neben der Landebahn ist ausgesprochen dunkelgrün, reißfest, saftig und rasiermesserscharf. Es gibt verschiedene Arten kleiner Lebensformen zwischen den Pflanzen, die im Ökosystem die Nische der Insekten zu besetzen scheinen. Die Charaktere gehen zu einer Art Baumgruppe. Feucht-glänzende, sehr dunkle Außenhaut/Rinde, Äste die in seltsamen Winkeln abstehen, ca. 0,5 m lange Blätter, die sich im Wind bewegen. Gelbe und rote Knollen wachsen entlang des Stammes.

Die Wissenschaftler warten einige Stunden am Ort der Landung und beobachten das Ökosystem. Nach einigen Stunden sehen sie recht plötzlich drei Gestalten etwa 200 m entfernt. Sie sind wie das Wesen auf dem Video.

Sie gehen auf die Gruppe zu. Sie sind größer als Menschen, etwa 3,5 – 3,7 m Körpergröße. Spindeldürr und mit sehr langen Gliedmaßen. Kurzer Rumpf, vergleichbare Größe wie bei Menschen. Sie tragen keine Kleidung, haben mattschwarz glänzende Körper. In 20 m Entfernung bleiben sie stehen.

Anatolij nimmt den Helm ab, da die Sensoren keinerlei Toxine zeigen und er sich so einen besseren Austausch mit den Außerirdischen erhofft. Es ist warm, die Luftfeuchtigkeit ist sehr hoch. Die Luft riecht süßlich, aber nicht unangenehm.

Er sagt „Hallo“, und alle drei Wesen beginnen gleichzeitig mit verschiedenen Klicklauten, und auch das zugrundeliegende Summen ist wahrnehmbar. Der wahrnehmbare Geruch verändert sich ebenfalls leicht. Die Wesen sprechen und gestikulieren, wobei sie ihre Fingernägel zeitweise zu verlängern scheinen. Ihre Sprache scheint sowohl geruchliche/pheromonbasierte, gestische sowie akustische Elemente zu haben.

Mykah legt einige organische Proben der Besatzung sowie irdischer Atmosphäre vor die Wesen. Eins von ihnen nimmt die Proben auf, hält sie sich an den Hüftbereich, wo sie haften bleiben. Sie geben Zischlaute von sich.

Anatolij sagt ihnen verbal und mit Gestik, dass das einige Proben für sie sind. Einer von ihnen geht daraufhin sehr schnell zu Anatolij hin (der sich furchtbar erschreckt und aufpassen muss, nicht zurückzutaumeln), und entnimmt einen langen Streifen Gewebe aus seinem eigenen Brustbereich, den er Anatolij übergibt und sich dann wieder entfernt. Das mittlere Wesen geht auf die Gruppe zu, streckt einen Arm aus und zeichnet Linien in die Luft, die eine Art Karte unseres Sonnensystems zeigen. Die Symbole bleiben in der Luft schweben. Nieva zeigt, wo die Menschen herkommen.  

Sie zeigen im Gegenzug, woher sie stammen. Es könnte ein Stern im Sternbild Skorpion sein, ein Sternsystem das als Alpha-Scorpii / Antares bekannt ist, ca. 600 Lichtjahre von der Erde entfernt.  Die Gruppe versucht zu übermitteln, was das Wort „Mensch“ bedeutet. Einer der Außerirdischen gibt dieses Geräusch wieder.

Es folgt der zeitaufwändige Versuch, Worte und Bezeichnungen auszutauschen. Kommunikation ist schwierig, aber spannend – offensichtlich auch für die fremden Wesen, die ebenso neugierig wirken wie die Charaktere, und sich anscheinend Mühe geben, nicht bedrohlich zu wirken.

Eins von ihnen zeigt, wie es die roten und gelben Knollen von den Bäumen isst, und gibt Anatolij eine davon. Er gibt dem Wesen einen Proteinriegel im Austausch. Nach einem kurzen Scan scheint die Knolle nicht giftig zu sein. Da sie die Wesen nicht verärgern wollen, und es nicht weise wäre, die Pilotin oder die Medizinerin dem fremden Stoff auszusetzen, ist es am Astrophysiker, das Experiment zu wagen. Anatolij isst zögerlich von der Frucht, sie ist recht weich und hat keinen starken Eigengeschmack.

Dann stellen die Wesen sich wieder als Gruppe zusammen, gestikulieren, stoßen Laute und Geruch aus. Danach drehen sie sich um und gehen geschlossen, und bleiben in einiger Entfernung stehen.

Die Gruppe besteigt das Shuttle und fliegt zur Helios.

Anatolij wird erstmal in Quarantäne gesteckt. Eine Analyse seiner medizinischen Daten zeigt, dass Anatolij das kulinarische Experiment unbeschadet überstanden hat. Allerdings kann diese Art von Nahrung vom menschlichen Organismus nicht verdaut werden, so dass er nicht wirklich was davon hat.

Aber auf jeden Fall ein sehr aufregender Tag für die Menschheit!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s